Kosten

Von Familienrecht bis Vertragsrecht, Strafrecht

Ihre erste Sorge wird das Schicksal Ihres Falles sein. Die zweite Sorge ist regelmäßig, welche Kosten auf Sie zukommen können und wer sie bezahlen muss.

Die Dienstleistung des Anwaltes ist grundsätzlich kostenpflichtig. Die gesetzliche Regelung der Anwaltskosten finden Sie im RVG ( http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/ ) .

Auch die reine Rechtsberatung kostet Geld. Allerdings ist für viele Probleme oft bereits eine Rechtsberatung des Rechtsanwaltes ausreichend.

Nutzen Sie daher gerne das Angebot unserer Kanzlei:
Erstberatung für Verbraucher: 50,00 EUR

In der Erstberatung wird geklärt, wie hoch die Erfolgsaussichten Ihres Falls liegen und welche Möglichkeiten Sie haben, zu Ihrem Recht zu kommen. Das Angebot dient dazu, dass Sie uns und wir Sie kennenlernen können. Erst nach dem Gespräch wird entschieden ob wir für Sie weiter tätig werden sollen und in welchem Umfang.

1. Streitwert, Gegenstandswert

Rechtsanwaltsgebühren (auch die Gerichtskosten) richten sich nach dem sogenannten Streitwert, Gegenstandswert oder auch Verfahrenswert. Die Gebührentabelle ist für alle Rechtsanwälte gleich und bindend, sofern keine anderweitige Honorarvereinbarung über die Gebühren getroffen wird.

Der richtige Streitwert kann in der Beratung bestimmt werden. Die Ermittlung ist nicht immer einfach und in den Rechtsgebieten unterschiedlich.

Im Zivilrecht wird der Gegenstandswert / Streitwert nach der Höhe der Forderung, dem Wert der Sache, dem wertmäßigen Interesse oder einem sog. Regelwert ermittelt.

Im Familienrecht wird der Gegenstandswert der Scheidung nach dem jeweiligen Nettoeinkommen der Ehepartner berechnet.

2. Gebühren Rechtsanwalt – Anwaltskosten

Die auf der Basis des Gegenstandswertes / Streitwertes zu ermittelnden gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwaltes bestimmen sich für jede einzelne Tätigkeit nach dem Vergütungsverzeichnis. Die gesetzlichen Regelungen über die Anwaltsgebühren stehen im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. ( http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/ )

Sie können uns jederzeit nach einer Vereinbarung über die Gebühren fragen!

Einen ersten Überblick über die Anwaltskosten gibt der Online – Prozeßkostenrechner (http://rvgflex.pentos.com/)
Regelmäßig fallen in einem gerichtlichen Verfahren (Zivilrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht) eine Termins- und Verfahrensgebühr an. Daneben können auch Kosten für einen Vergleich entstehen. Zum Teil werden außergerichtliche Kosten auf ein gerichtliches Verfahren angerechnet.

Im Strafrecht sind die Kosten des Anwalts der Vergütungstabelle zu entnehmen.

Die Berechnung der zu erwartenden Kosten ist nicht einfach, daher sollten Sie die Kosten mit uns gemeinsam besprechen und errechnen lassen.

3. Kosten Scheidung

Bei der Scheidung berechnen sich die Gebühren ebenfalls nach dem Gegenstandswert/ Verfahrenswert.

Dieser setzt sich zusammen aus dem Gegenstandswert für die Scheidung, Versorgungsausgleich plus weitere zusätzliche Verfahren über die Folgesachen Unterhalt, Sorgerecht, Umgangsrecht, Zugewinnausgleich etc.

Bei der einvernehmlichen Scheidung können sich die Kosten grundsätzlich wie folgt berechnen.

Der Verfahrenswert für die Scheidung ist das dreifache Nettogehalt beider Ehepartner zzgl. einer Pauschale für den Versorgungsausgleich (wenn dieser nicht ausgeschlossen werden kann).

Der Mindestwert einer Scheidung (ohne Versorgungsausgleich) beträgt 3.000,00 EUR. Die Anwaltskosten betragen dann insgesamt 621,78 EUR. Die Kosten kann der Rechtsanwalt über die Verfahrenskostenhilfe abrechnen, wenn Ihr Einkommen nicht hoch ist oder Sie Sozialleistungen oder Arbeitslosengeld beziehen.

4. Kosten Rechtsberatung

Rechtsanwälte erteilen Rechtsrat gegen Geld. Das heißt: auch eine (außergerichtliche) Rechtsberatung ist kostenpflichtig.

Die Höhe der Beratungsgebühr ist seit dem 01.07.2006 nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, d.h. Mandant und Anwalt können die Höhe der Beratungsgebühr frei vereinbaren.

Nutzen Sie daher gerne das Angebot unserer Kanzlei:
Erstberatung für Verbraucher: 50,00 EUR

Der Gesetzgeber hat zum Schutz von Privatpersonen/ die Höhe der Erstberatung auf höchstens 190,00 EUR netto beschränkt; § 34 RVG.

5. Wer bezahlt die Gebühren?

Beauftragt jemand einen Rechtsanwalt, kommt zwischen diesem und dem Auftraggeber, genannt Mandant, ein sog. Anwaltsvertrag zustande. Nach Vertragsschluss ist der Mandant dem Anwalt zur Bezahlung der anfallenden Gebühren verpflichtet. Dies gilt immer und unabhängig vom Ausgang der Sache.

Der Mandant besitzt in bestimmten Fällen einen sog. Kostenerstattungsanspruch gegenüber seinem Prozessgegner. Dieser Erstattungsanspruch kann sich bereits außergerichtlich aus Vertrag, Verzug, Schadensersatz u.a. ergeben. In einem Gerichtsprozess ergibt sich dieser Anspruch aus dem Verhältnis von Obsiegen zu Unterliegen. D.h., der Mandant erhält je nach Ausgang des Verfahrens einen Anspruch auf Erstattung der Anwalts- und Gerichtskosten.

Der Kostenausspruch erfolgt im Urteil. Danach ergeht ein sog. Kostenfestsetzungsbeschluss.

Achtung: Der Grundsatz der Kostenerstattung gilt nicht uneingeschränkt:

Ausnahmen findet man zum Beispiel im Familienrecht. In Familienverfahren besteht der Grundsatz, die Kosten zu teilen. Im Arbeitsrecht, in der I. Instanz zahlt jede Partei Ihre eigenen Kosten. Eine Kostenerstattung gibt es auch bei vollständigen Obsiegen nicht.

6. Rechtsschutzversicherung

Wir akzeptieren jede Rechtsschutzversicherung!
Wichtig: auch bei bestehender Rechtsschutzversicherung haben Sie das Recht, Ihren Anwalt frei zu wählen. Lassen Sie sich nicht davon abbringen!

Sie können bei Vorliegen eines rechtlichen Problems die Kostenfrage selbst vorab mit Ihrer Rechtsschutzversicherung klären. Sie können jedoch auch einfach mit Ihrem Problem zu uns kommen – wir klären dann für Sie die Eintrittspflicht Ihrer Rechtsschutzversicherung. Bringen Sie einfach nur die entsprechenden Unterlagen mit.

6. Honorarvereinbarung

Eine Honorarvereinbarung ist eine anstelle der gesetzlichen Vergütung zu treffende individuelle Gebührenvereinbarung zwischen Mandant und Anwalt. Der Abschluss der Honorarvereinbarung hat schriftlich zu erfolgen.

Es können Zeithonorare mit Stundensätzen, die in der Regel zwischen 120,00 – 150,00 EUR netto pro Stunde betragen vereinbart werden. Möglich sind jedoch auch Pauschalvereinbarungen.


7. Kostenerleichterung – Prozesskostenhilfe

Sofern Sie nur geringes Einkommen beziehen und kein Vermögen vorhanden ist, können Sie für die Prozessführung die sog. Prozesskostenhilfe beanspruchen. Dann übernimmt der Staat vollständig oder zum Teil ihre Anwalts- und Gerichtskosten.

Alles weitere zur Berechnung der Prozesskostenhilfe erfahren Sie unter Formulare und Informationen.